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Feststellung der Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO) in Konzernkonstellationen mit Cash-Pooling

Von Tobias Gerdemann, Dr. Andreas Pink 17. April 2026 20 min

Als zentralisiertes Finanzmanagementinstrument erfreut sich Cash-Pooling in Konzernen oder konzernähnlichen Strukturen großer Beliebtheit. Neben finanzwirtschaftlichen Vorteilen ergeben sich durch Cash-Pooling aber auch eine Reihe von Risiken, die insbesondere dann deutlich werden, wenn sich einzelne konzernangehörige Gesellschaften in einer finanziellen Krise befinden. Der Blog-Beitrag widmet sich der Frage, wie die Feststellung der Zahlungsunfähigkeit in Konzernen bzw. konzernähnlichen Konstellationen mit integrierten Cash-Pooling Systemen erfolgt.

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Haftung von Geschäftsführern und Vorständen bei Insolvenzverschleppung

Von Kenza Thos 27. März 2026 10 min. Lesezeit

Das OLG Düsseldorf schärft in seinem Urteil vom 19.09.2024 (Az.12 U 57/23) – dem ein Geschäftsführerhaftungsprozess gemäß § 64 GmbHG (a.F.) zu Grunde gelegen hat – die Anforderungen an den Nachweis der Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit durch den Geschäftsführer und konstatiert, wann Kreditlinien sowie Lagerbestände in der Liquiditätsbilanz als Aktiva II (liquide Mittel und kurzfristig liquidierbares Vermögen) zu berücksichtigen sind.

 

Unsere Mitarbeiterin Frau Thos hat für Sie das wichtigste in Kürze zusammengefasst.

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BGH revidiert Rechtsprechung zu § 131 InsO: Neue Maßstäbe für Inkongruenz bei Mahnungen

Von Esther Klein 12. März 2026 10 min.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seinem Urteil vom 22. Mai 2025 (IX ZR 80/24) eine bedeutende Entscheidung in der Insolvenzanfechtung getroffen. Diese revidiert die bisherige Rechtsprechung des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg und setzt neue Maßstäbe für die Beurteilung von Inkongruenz bei Mahnungen durch institutionelle Gläubiger.

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Die wichtigsten steuerlichen Änderungen zum Jahresstart 2026

Von Kevin Zimmermann 13. Januar 2026 5 min. Lesezeit

Zum 1. Januar 2026 treten mehrere Änderungen in Kraft, die private Haushalte, Familien und Unternehmen betreffen. Im Mittelpunkt stehen Entlastungen bei der Einkommensteuer, Anpassungen bei Mobilitäts- und Energiekosten sowie einzelne Maßnahmen für bestimmte Branchen und Lebenssituationen.

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Rückstellungen für Verwaltervergütung: FG Rheinland-Pfalz auf strengem Kurs

Von Andreas Kemmerling 18. November 2025 5 min. Lesezeit

Die Frage, ob Insolvenzverwalter ihre Vergütung bereits während eines laufenden Verfahrens steuerlich berücksichtigen müssen, betrifft nicht nur die Verwalter selbst, sondern auch diejenigen, die für ihre Verfahren die Jahresabschlüsse erstellen. Mit Urteil vom 19. September 2023 (5 K 1800/19) hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschieden, dass eine Rückstellung für Verwaltervergütungen erst mit Beendigung des Insolvenzverfahrens gebildet werden darf. Die Revision ist beim Bundesfinanzhof anhängig (Az. III R 35/23). Das Urteil hat in der Fachwelt für Aufsehen gesorgt, weil es eine streng formalistische Linie verfolgt, die in der Praxis zu erheblichen Problemen führen kann.

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Abwehr von Haftungsansprüchen nach § 15b InsO bzw. § 64 GmbHG/§ 92 AktG

Von Kenza Thos 30. Oktober 2025 20 min. Lesezeit

Wenn der GmbH-Geschäftsführer/Vorstand der AG in der Insolvenz haftet:  Die Haftung aus § 15b InsO gehört zu einer der größten wirtschaftlichen Risiken, mit denen sich Geschäftsleiter (bspw. Geschäftsführer einer GmbH oder Vorstände einer AG) durch ihre Organstellung konfrontiert sehen. § 15b InsO normiert eine persönliche Haftung für Zahlungen, die der Geschäftsleiter (Geschäftsführer oder Vorstand) nach Eintritt der materiell-rechtlichen Insolvenzreife (also der Zahlungsunfähigkeit gemäß § 17 InsO oder Überschuldung gemäß § 19 InsO) noch aus dem Vermögen der Gesellschaft leistet. Anspruchsteller ist dabei der Insolvenzverwalter.

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Verbindlichkeiten in der Insolvenz: FG Münster stärkt die Pflicht zur Passivierung

Von Andreas Kemmerling 24. September 2025 5 min. Lesezeit

Das Urteil des Finanzgerichts Münster vom 10. Oktober 2024 (Az. 10 K 3000/21 K, G) beleuchtet eine praxisrelevante Frage der steuerlichen Behandlung von Verbindlichkeiten im Insolvenzverfahren. Im Zentrum stand die Situation, dass eine Gläubigerin ihre Forderung zwar ursprünglich zur Insolvenztabelle angemeldet hatte, diese jedoch – vor ihrer Feststellung im Sinne von § 178 InsO – wieder zurücknahm. Grundlage dieser Rücknahme war ein gerichtlicher Vergleich, in dem sich die Gläubigerin verpflichtete, die Forderung im Insolvenzverfahren nicht weiter zu verfolgen. Damit lag keine bindende Tabellenfeststellung vor – was entscheidend ist, denn nur so konnte sich das FG überhaupt mit der steuerlichen Bewertung der dahinterstehenden Verbindlichkeit befassen.

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Abschlussprüfungspflichten in der Insolvenz: Was bleibt, was ändert sich, was ist zu tun?

Von Marc Barleben 21. August 2025 10 min. Lesezeit

Insolvenz bedeutet nicht das Ende der Rechnungslegungspflicht.

Viele Unternehmen und auch deren Organe gehen nach Einleitung eines Insolvenzverfahrens davon aus, dass Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (insbesondere für die Vergangenheit) obsolet werden. Doch das Gegenteil ist häufig der Fall: Trotz Insolvenz bestehen gesetzliche Pflichten zur Aufstellung und ggf. auch zur Prüfung fort. Dieser Beitrag beleuchtet die zentralen Aspekte, die bei Insolvenz und gleichzeitiger Prüfungspflicht beachtet werden sollten.